JAPAN – Reisebericht

Viele Reports aus den einschlägigen Skimagazinen, YouTube-Videos und Reiseführer hatten wir vorab studiert. Übergeblieben ist das Bild eines exotischen Alpinabenteuers, das viele Überraschungen für uns bereithielt. Zusätzlich zu unserer Reiselust stieg auch die Nervösität über das Pilotprojekt, da man die Sprache nicht beherrschen würde, keine Schilder würde lesen können und schließlich auch die Vielfalt der asiatische Küche auf uns wartete.

Die Zusammensetzung der Reisegruppe war ebenfalls vielversprechend und ungewöhnlich zugleich: Vier Australier, vier Deutsche und ein Mexikaner ergaben einen Mix der Sprachen und Kulturen und vereinten, was zusammengehört: Skifahrer, auf der Suche nach Schnee satt!

Was wir dann erlebten, überstieg bei Weitem unsere Erwartungen!

Sowohl beim Skifahren als auch beim Reisen und Entdecken. Und eines direkt vorweggenommen: Das japanische Essen in Hakuba und allen Restaurants, die wir besuchten, bereitete Gaumenfreude pur! Die Japaner kochen frisch, gesund und nicht zu scharf. Zudem sind sie äußerst hilfsbereit und man fühlt sich überall im Land komplett sicher. In Europa zwar noch ziemlich unbekannt, ist Japan eine der großen Wintersport-Destinationen weltweit. Es lud die Olympioniken des Wintersports bereits zweimal zu sich ein und ist uns Skifahrern seit 1998 mit Nagano und einem Crash des außergewöhnlichen Hermann Meier in Erinnerung geblieben. Nicht nur internationale Gäste werden vom Schnee und den japanischen Alpen angelockt. Wir erlebten Hakuba durch die Nähe zu Nagano und Tokio als Treffpunkt der einheimischen Ski- und Snowboard-Szene. Uns standen ca. 200 Pisten zur Verfügung und das mit nur einem Skipass!

Dazu kommen noch unzählige Runs in den Freeride-Areas.

Grund ist der unglaublich leichte und reichliche Schnee! Auch Hakuba Valley bekommt riesige Mengen Schnee ab.

Die „nur“ 3,65 Meter, die im Februar 2017 lagen, zeigten, was ein schlechter Saisonstart in Hakuba bedeuten kann. Dennoch wurden wir die ganze Woche mit guter Sicht und sonnigen Tagen verwöhnt.

Auf der Hauptinsel Honshu sind die Berge bis zu 3000 Meter hoch und Hakuba Valley in der Präfektur Nagano ist daher absolut schneesicher. Verantwortlich dafür ist die sibirische Kaltluft, die jeden Winter enorme Schneefälle verursacht. Solch eine Wetterfront, gefüllt mit wunderschönen Schneekristallen, begrüßte uns bei der Anreise. Die Schneeflocken begleiteten uns durch die ersten Urlaubstage und überdeckten mit einen knappen Meter Neuschnee nicht nur unser Hotel, sondern das gesamte Tal.

Unser Hausberg Happy-One war nur fünf Gehminuten von unserem Hotel Guryukan entfernt. Alle Skibushaltestellen liegen direkt vor der Tür. Wir waren somit mittendrin statt nur dabei Außergewöhnlich und für uns Luxus pur waren die hauseigene heiße Quelle des Hotels, genannt “Onsen”. Nach einem Tag auf den Brettern sorgte sie für Entspannung pur. Diese Thermalbäder, reich an heilkräftigen Mineralien, haben eine lange Tradition in der japanischen Kultur.

Ein Erlebnis der ganz besonderen Art! So auch der Besuch der Snow-Monkeys. Dieser ist unbedingt zu empfehlen. Zu finden sind die Schneeaffen im Jigokudani Yean-Koen Nationalpark, im „Tal des Todes“! Sie lieben es − genau wie die Menschen − in einem „Onsen“ zu baden. Je kälter es draußen ist, desto fröhlicher und länger planschen die Affen im wärmenden Nass und lassen sich dabei auch gern und hautnah beobachten.

Diese Reise war eine Truhe gefüllt mit Erlebnissen der besonderen Art.

Schnell stand fest, dass wir für 2018 wieder am Start sind. Wir freuen uns diese Erfahrungen mit Gleichgesinnten zu teilen.

Kommt mit auf eine Reise ins Land der aufgehenden Sonne und fahrt mit uns „Japow“, frischen leichten Neuschnee, wie dieser dort genannt wird.